Schwedische Gustav-Adolfs-Akademie auf historischen Spuren in Stralsund
Schwedisch-Pommern
Rund 40 Mitglieder der Königlichen Gustav Adolfs Akademie aus Schweden haben im Rahmen einer mehrtägigen Studienreise durch Vorpommern in dieser Woche auch Stralsund besucht. Im Mittelpunkt der Reise standen die jahrhundertelangen kulturellen und politischen Verbindungen zwischen Pommern und Schweden. Stralsund nahm dabei als bedeutende Stadt des ehemaligen Schwedisch-Pommerns einen besonderen Platz im Programm ein.

Denkmalpfleger Dr. Gunnar Möller (2.v.l.) führte die schwedischen Gäste durch das Johanniskloster.
So erkundeten die Gäste die historische Altstadt, besuchten unter anderem die Nikolaikirche und das Rathaus. An den erhaltenen Stadtbefestigungen erhielten sie Einblicke in die wechselvolle Geschichte Stralsunds und die historischen Belagerungen der Stadt.
Ein besonderer Schwerpunkt des Besuchs lag auf den unmittelbaren Zeugnissen der Schwedenzeit. Im Stadtarchiv besichtigten die Akademiemitglieder historische Bestände aus dieser Epoche. Dazu zählt auch die Bibliothek des schwedischen Generalgouverneurs Axel von Löwen, die zu den bedeutenden historischen Sammlungen der Stadt gehört. Eine Führung durch das ehemalige Franziskanerkloster St. Johannis rundete das Kulturprogramm ab.

Dr. Dirk Schleinert (r.) erläutert die Urkunden und Drucke, die Stralsunds sehr enge Verbindung zu Schweden demonstrieren.
Der Stralsund-Besuch war Teil einer fünftägigen Reise durch Vorpommern. Zuvor hatte die Gruppe unter anderem Greifswald, Eldena, Putbus, Binz, Prora und am Kap Arkona besucht. Zum Abschluss standen am Freitag Schloss Griebenow und Gützkow auf dem Programm.
Die Reise verdeutlichte die bis heute sichtbaren historischen Verbindungen zwischen Schweden und Vorpommern. Große Teile Pommerns standen nach dem Dreißigjährigen Krieg bis 1815 unter schwedischer Herrschaft.